FAG musizierte in der Stadtkirche
Vaihingen (my) Es gehört längst zur Tradition, dass sich die verschiedenen Musikensembles des Friedrich-Abel-Gymnasiums alljährlich zum Adventskonzert in der Stadtkirche vereinen.
Und „Traditionen sind gut“, meinte der stellvertretende Schulleiter Rainer Geppert, selbst oder gerade dann, wenn sie Variationen nicht ausschließen.
So hatten sich fast 200 Mitwirkende dieses Mal nicht etwa zur Aufführung eines einzigen Werkes zusammengefunden, sondern zu einer Präsentation von Liedern aus dem englischsprachigen Raum, ergänzt durch Werke aus dem „Heimatland des Weihnachtsmanns“, wie Geppert ankündigte.
Das Konzert unter dem Motto „Merry X-Mas“ und „Gledelig Jul“ bot am Dienstagabend also folgerichtig „Christmas Carols“ und „Julesanger“ dar.
Geleitet von Miriam Sauter und Benjamin Albrecht machte der Mädchen- und Jungschor der Unterstufe den Auftakt mit „Sing we Alleluia“ und „One little candle“. Die Fünft – und Sechstklässler gestalteten die Weihnachtslieder lebendig und ausdrucksstark und berührten die Zuhörer mit ihren klaren Stimmen.
Unter der Leitung von Ingrun Canzler waren dann die ganz jungen Orchestermusiker voll konzentriert und eifrig bei der Sache. Konnte sich das von Bläsern und Schlaginstrumenten dominierte Ensemble doch bei so bekannten Songs wie „Winter Wonderland“ oder „We wish you a merry Christmas“ keinen Schnitzer erlauben!
Geführt von der Orgel der Stadtkirche stimmte das Publikum das „Hark! The Herald Angels sing“ an, dessen drei Strophen gewaltig durch die Kirche hallten und anschließend vom Mittel- und Oberstufenorchester wieder aufgenommen wurden. Nach zwei weiteren Stücken von Felix Mendelssohn – „Praeludium in G“ und „Lied ohne Worte Op. 19 Nr. 4“ – erklang das beliebte englische Lied erneut, dieses Mal in einer reinen Instrumentalfassung. Benjamin Albrecht ließ sein Orchester dabei in einen Swing-Sound verfallen, der dem Weihnachtslied ganz neue Seiten abzugewinnen vermochte.
Als sich der aus Eltern, Lehrern und Schülern bestehende Projektchor unter der Leitung von Miriam Sauter formierte, strebte der Konzertabend seinem Höhepunkt zu.
Unterstützt durch drei Streicher und am Klavier durch Charlotte Kaiser (J1) einfühlsam begleitet eröffnete der Chor seinen Part mit „The Rose“ des norwegischen Komponisten Ola Gjeilo. Daran schloss sich ein sehr stimmungsvolles Arrangement des bekannten Weihnachtsliedes „Away in a Manger“ an mit solistischen Passagen der Leistungskursschülerinnen Judith Scharpf (J2) und Tia Dercks (J1).
Für die Frauenstimmen war „Cradle Hymn“ vorbehalten, eine äußerst berührende Anbetung des neugeborenen Kindes in der Krippe, die den Sopran in die höchsten Höhen führte. Intonationssicher gestalteten die Sängerinnen des Schulchores und des Projektchores diese anspruchsvolle Komposition des Norwegers Kim André Arnesen und bescherten dem Publikum Gänsehautmomente. Die Musik - Leistungskursschülerin Charlotte Kaiser begleitete auch dieses Stück mit einfühlsamer Souveränität.
Den Schluss des Konzertes markierten zwei Chorstücke von John Rutter, einem der derzeit bedeutendsten und populärsten englischen Komponisten von Chor- und Kirchenmusik. „Hurry to Bethlehem and see the Son of Mary“, forderte der Chor im „Star Carol“ auf begleitet von den virtuosen Flötistinnen Amelie Leikam (J1) und Marie Lukhaub (J1).
Nachdem Miriam Florus (J1) einen Weihnachtsegen gesprochen hatte, klang das stimmungsvolle Konzert im Advent mit Rutters Vertonung des aaronitischen Segens „The Lord bless you and keep you“ aus.
Das Orchester der Mittel- und Oberstufe widmet seinen Programmteil dem bekannten englischen Weihnachtslied „Hark! the herald Angels sing“ und dessen Komponisten – Felix Mendelssohn. Der war zwar kein Engländer, veröffentlichte aber einige seiner bedeutendsten Kompositionen in London. Dabei kommen wiegende Anklänge an Hirtenmusik ebenso wie feierliche Töne und swingende Festtagsfreude zu Gehör.
Die Stiftung hat es sich seit 2003 zur Aufgabe gemacht, begabte Schülerinnen und Schüler in speziellen Lebenssituationen zu unterstützen. Frau Splett zeigte sich beeindruckt von den Biographien der Jugendlichen. Die Hälfte aller Neustipendiaten ist erst in den letzten vier Jahren nach Deutschland gekommen. Alle zeichnen sich dadurch aus, dass sie Spaß daran haben, aktiv zu sein, zu helfen und sich dabei zugleich auf die Suche nach sich selbst zu machen. Sie sind sportlich oder musikalisch und sie bewältigen ihre Sondersituation jeweils auf ihre eigene Art.


„Das schaffen wir", dachte sich Physiklehrerin Carmen Seeburger im Vorfeld der ersten Bewerbung vor nunmehr gut drei Jahren. Jetzt wurde also erneut bestätigt, dass die Arbeit am FAG in den MINT-Fächern und in der MINT-Begabtenförderung ausgesprochen erfolgreich war.








