Schnuppertag „nachgeFrAGt“ am FAG
Vaihingen (my) Wenn man zum ersten Mal in den Alten Postweg 6 kommt, scheint sich dem Besucher eine verwirrende und vielfältige Welt mit vielerlei Wegen aufzutun, die sich nicht auf Anhieb durchschauen lässt. – Kennzeichen einer gewachsenen Schule, wie sie das Friedrich-Abel-Gymnasium mit seiner langen Tradition verkörpert. Da ist der gut beraten, der für den ersten Tag einen Leitfaden in die Hand bekommt, um sich in den Gebäuden und auf den Fluren zurechtzufinden.
Das geschah in der vergangenen Woche beim „Schnuppertag“ am FAG auf sehr anschauliche Art und Weise. Denn noch bevor man sich hätte verlaufen können, bekam jedes Kind einen bunten Legostein und ein Namensschildchen mit auf den Weg zur großen Begrüßung aller Gäste im Schulhof. Dann jedoch zeigte sich schnell, dass die Farbgebung des gewählten Steins zu einer Aufteilung in Kleingruppen diente. Jeweils zwei Schüler aus den oberen Klassenstufen nahmen nun die Neuen gewissermaßen an der Hand und führten sie souverän und sachkundig zu den Klassenzimmern, in denen sich die verschiedenen Fächer vorstellten.
Dort präsentierten sich zum Beispiel die Gesangs- und Orchesterklassen unter dem Motto „Musik ist vielseitig“, der Fächerverbund Informatik, Mathematik, Physik erklärte, was sich hinter der Abkürzung IMP verbirgt, die Fächer Biologie, Chemie und Physik beeindruckten mit überraschenden Experimenten und die Sprachen - von Latein über Englisch, Französisch bis Italienisch - boten einen Vorgeschmack auf das, was den fleißigen Schüler erwarten könnte, wenn er sich entscheiden wollte, hier seinen Schwerpunkt zu finden.
Denn die Möglichkeiten, die das Gymnasium und speziell das FAG zu bieten hat, sind so reich wie die Bausteine in der Legokiste! Auf dem gymnasialen Bildungsauftrag, der gewissermaßen die „Grundplatte“ beschreibt, kann man seine ganz persönlichen Stärken entdecken und entfalten. Dafür gibt es am FAG ein sprachliches Profil mit Französisch oder Latein sowie Italienisch und zwei mathematisch-naturwissenschaftliche Profile. Man kann das Latinum erwerben oder seine Kenntnisse in Englisch während einer einwöchigen Sprachreise nach Eastbourne erweitern. Wer Französisch wählt, wird ab und zu eine Exkursion ins Elsass unternehmen. Und die Italienischklassen schätzen seit Jahren den Austausch mit Fidenza, wo kulturelle, geographische und historische Besonderheiten entdeckt werden wollen.
Die Naturwissenschaften dagegen bieten das forschende Lernen in handlungsorientierten Unterrichtssituationen in NwT bereits ab Klasse 6 an. Das Ganztagskonzept in den Klassen 5 und 6 beruht auf einem epochal organisierten Kreativunterricht in den Bereichen Musik, Sport, Kunst und Medien. Daneben steht die soziale Bildung am FAG in unterschiedlichen Projekten immer wieder im Mittelpunkt.
Wer seinen Interessenschwerpunkt in der Informatik gefunden hat, kann in der Website-AG mitarbeiten, wer sich für Politik begeistert, hat am FAG als einer von drei Schulen in ganz Baden-Württemberg die Möglichkeit, nach Den Haag zu reisen, um dort eine Sitzungswoche der Vereinten Nationen mit Schülern aus aller Welt nachzuspielen. - Die Antwort auf vielfältig interessierte Schüler lautet eben: ein vielfältiges Angebot!
Nicht zuletzt sorgen auch die Bildungspartnerschaften, die das FAG mit Kooperationsfirmen wie zum Beispiel der Trumpf GmbH unterhält, für profunde berufliche Orientierungen, die den Start ins Berufsleben erleichtern können.
Dies alles macht deutlich, dass gymnasiale Bildung nicht nur im Fordern, sondern ebenso im Fördern besteht, und dies nicht nur in unterschiedlichen Fächern, sondern bereits beim Informationsnachmittag, der Eltern und Schüler neugierig machen sollte auf das, was ein umfassender Bildungskanon für sie bereithält. „Da kann es ja jetzt losgehen!“, formulierten die Schülersprecher von der SMV und freuten sich auf die „Neuen“ im nächsten Schuljahr.

Seit nun fast zwei Jahren besucht Sebastian Nonn, ehemaliger Schüler des Friedrich-Abel-Gymnasiums, die DSSH. Eigentlich hätte er in diesen Tagen sein Deutsch Abitur schreiben sollen, dieses wurde jedoch auf Grund des Corona-Virus verschoben. Bis zum 02. März sollen zunächst alle Schulen und Kindergärten in Shanghai sowie in anderen Metropolen wie Peking oder Hong-Kong geschlossen bleiben. Ob die von der chinesischen Regierung verhängte Schulschließung noch verlängert werden soll, ist unklar. Vorsichtshalber wurde das Abitur an der DSSH nun zum zweiten Mal verschoben, diesmal auf Ende April. Bis die Schule wieder öffnet, findet der Unterricht online statt. Das funktioniert grundsätzlich gut, aber die gewohnte Atmosphäre im Klassenverband kommt nur eingeschränkt auf.
Für den Abiturienten Sebastian ist die Situation schwierig. Eine Online-Abiturvorbereitung ist nicht das, was man sich als Schüler wünscht, und die stetige Unsicherheit über den Beginn der Schule sowie die spürbar angespannte Lage in ganz Shanghai verbessert diese Umstände nicht. Trotzdem lassen die Zahlen ein wenig Hoffnung durchschimmern: Die Neuansteckungen nehmen von Tag zu Tag ab und somit hofft man in Shanghai darauf, dass man bald wieder frei durch die Millionenstadt schlendern und diese mit ihren unbegrenzten Möglichkeiten genießen kann. Bis dahin bleiben Sebastian und seine Familie weitestgehend zu Hause. Sie bestellen und zahlen Nahrungsmittel sowie andere Dinge des täglichen Lebens per Smartphone und nehmen die Lieferung häufig noch am gleichen Tag entgegen. Sie bleiben weiterhin positiv und halten sich an das Motto: „Keep calm and jiayou“ (chinesisch: keep fighting)!
Vaihingen (we/my) Man stelle sich folgende Situation vor: Einige Jugendliche aus dem hübschen Örtchen Neckardorf wünschen sich schon lange einen Skatepark. Dieser wäre eine Verbesserung bezüglich der Vielfalt an Freizeiteinrichtungen. Aus der Sicht des Oberbürgermeisters kann die Forderung der Jugendlichen im Gemeinderat aufgegriffen werden und es könnte eine kleine Anlage zum Skaten gebaut werden. Er hat eine Beschlussvorlage erarbeiten lassen, die nun im Gemeinderat zur Diskussion und Abstimmung steht. Die Fraktionen und Gruppen im Gemeinderat haben unterschiedliche Meinungen zur Skateranlage. Außerdem muss auch der örtliche Jugendgemeinderat in die Entscheidung eingebunden werden.
In einem Planspiel wurden die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8b und 8d des Friedrich-Abel-Gymnasiums unter der Leitung von Luisa Weimann (Gemeinschaftskunde) und Mitarbeitern der Landeszentrale für politische Bildung Stuttgart zu Gemeinderäten, Oberbürgermeister, Kämmerer und Vertretern des Jugendgemeinderats Neckardorf. Gemeinsam wurde in einer Gemeinderatssitzung die Beschlussvorlage diskutiert und ein Kompromiss gefunden. Im Planspiel trafen verschiedene Meinungen aufeinander. Dabei lernten die Schülerinnen und Schülern nicht nur die Aufgaben und Arbeitsweise des Gemeinderats kennen – sie konnten auch erfahren, wie schwierig es sein kann, Entscheidungen zu treffen und Kompromisse einzugehen.
Dieses Planspiel bot für die Schülerinnen und Schüler nicht nur eine tolle außerunterrichtliche Erfahrung - die nach Aussagen der Gruppe „großen Spaß" gemacht hat - sondern hilft auch, politische Handlungsweisen und Entscheidungsprozesse selbst zu erfahren und diese somit besser verstehen zu können.
Vaihingen Das Jahresende ist immer auch eine Zeit, in der Bilanz gezogen wird, und da steht für 2019 unter dem Strich ein großes Dankeschön des Friedrich-Abel-Gymnasiums an seinen Förderverein.
Die gleichen Ansprüche bedient auch der 3-D-Drucker, der besonders im NwT-Unterricht zum Einsatz kommt und dafür sorgt, dass pfiffige Ideen auch in eine anschauliche Form gebracht werden können.
Vaihingen Jedes Jahr ist der Weihnachtsbaum, den die Schüler vom Friedrich-Abel-Gymnasium unter Anleitung der Kunstlehrerinnen zum Advent schmücken, ein untrügliches Anzeichen dafür, dass das Fest der großen und kleinen Geschenke nicht mehr weit ist.
Da die Anschaffung eines neuen Ofens allerdings den Schulhaushalt überfordert hätte, griffen der Förderverein, die Initiative „Cents for help e.V.“ von Bosch-Mitarbeitern und die Elternschaft des FAG unterstützend ein. „Wenn es gemeinsam vorangeht, dann ist es FAG“, freut sich Rainer Geppert, stellvertretender Schulleiter am Alten Postweg.
Christina Henselmann, die Leiterin der Fachschaft Kunst, lobt den hohen technischen Standard des Ofens: „Die neue Schalttechnik misst beim Brennen permanent die Feuchtigkeit der getonten Werke und stellt die ansteigende Temperatur darauf ein. So ist ein energieeffizienter Brand gewährleistet, bei dem auch Sprünge und Risse in den Werken vermieden werden können. Mit dem neuen Ofen kann jetzt wieder ungebremst getont und anschließend gebrannt werden.“







